Ezidische Flüchtlinge in Bielefeld von Salafisten attackiert

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22.5.2016

In einem Asylheim in Bielefeld sind Samstagabend ezidische Flüchtlinge von tschetschenischen Salafisten angegriffen worden. Die Salafisten, so Mecbure Dündar vom ezidischen Frauenverein aus Bielefeld, hatten sich offenbar verabredet, um gezielt die ezidischen Flüchtlinge anzugreifen. Unter einem Vorwand hatten die Täter die Eziden nach draußen geholt, wo sie sofort begannen, auf ihre Opfer einzuschlagen und sie mit Messern anzugreifen. Als die Polizei anrückte, waren die Täter verschwunden.

Die ezidischen Flüchtlinge, darunter viele Frauen und Kinder, wurden gebeten, die Unterkunft zu verlassen. Stundenlang standen sie draußen, bis sie in eine andere Unterkunft gefahren wurden.

Wir ahnen schon, wie die Reaktion von Politik, Kirchen und Medien ausfällt. Wie im Fall der attackierten Christen in den Flüchtlingsunterkünften wird auch hier die Tätersuche im Sande verlaufen, die Presse wird von „Konflikten zwischen Muslimen und Eziden“ berichten und die Politik ist weiterhin überzeugt, dass es keinen Sinn macht, die Flüchtlinge nach Religionen getrennt unterzubringen, sie sollen ja in Deutschland Religionsfreiheit und Toleranz lernen.

Wie lange noch will die Politik religiöse Minderheiten in Asylheimen als Versuchskaninchen für ihre Toleranzexperimente mißbrauchen? Und warum gibt es keine klaren Ansagen und Sanktionen für Moscheen, die Salafisten unterstützen? In Bielefeld, so der ezidische Frauenverein, spielten Moscheen für die Logistik des salafistischen Mobs eine nicht unerhebliche Rolle.

 

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